
Wie alles begann
Wie alles begann
Die Geschichte von ArtenSchwarm begann im Jahr 2018 mit einem einfachen Wunsch: Meine Lebensgefährtin wollte ein Vogelfutterhaus für unseren Garten.
Gemeinsam besuchten wir die Bau- und Gartenmärkte der Region. Doch was wir dort fanden, überzeugte uns nicht. Bei einem der angebotenen Futterhäuser bestand die Bodenplatte aus lackierter OSB-Platte – also aus verleimten und gepressten Holzspänen.
Auch die übrigen Holzteile waren lackiert und das Dach mit Dachpappe gedeckt. Der Preis lag bereits damals bei mehr als 300 Euro.
Für mich kam das nicht infrage – zum Leidwesen meiner Lebensgefährtin, die zunächst ohne Vogelfutterhaus nach Hause fahren musste.
Also entschied ich mich, selbst eines zu bauen.
Der Vorläufer des KornKottens
So entstand der Vorläufer des heutigen KornKottens. Seine Grundmaße und der markante Futterdom entsprechen bereits dem heutigen Modell.
Die Wände fertigte ich aus beidseitig abgeflachten Schaufelstielen. Das Haus erhielt zwei Nistkästen, ähnlich wie später der KornKotten Duo. Das deutlich steilere Dach ließ das gesamte Bauwerk jedoch wesentlich höher wirken. Dieses erste Futterhaus steht noch heute genauso an seinem Platz, wie es im Jahr 2018 aufgestellt wurde. Die Holzschindeln haben inzwischen eine natürliche, altersentsprechende Patina entwickelt und sind silbergrau geworden.
Das Haus zeigt damit nicht nur seine Langlebigkeit. Es steht auch für die Grundidee, aus der ArtenSchwarm entstanden ist: Ein Lebensraum für Tiere soll nicht nur funktionieren. Er darf auch hochwertig, langlebig und ansprechend gestaltet sein.
Erst bauen, dann genauer hinsehen
Die beiden Nistkästen des ersten Hauses hatte ich ursprünglich für Meisen vorgesehen.
Ganz nach dem Motto „erst machen, dann lesen“ musste ich jedoch feststellen, dass die unmittelbare Nachbarschaft der beiden Nistplätze nicht zu ihrem Revierverhalten passte. In jedem Jahr wurde nur einer der beiden Nistkästen genutzt. Der zweite blieb leer.
Für die Weiterentwicklung zum KornKotten suchte ich deshalb gezielt nach Vogelarten, die ihre Brutplätze auch in engerer Nachbarschaft annehmen. So rückten Haus- und Feldsperlinge als Koloniebrüter in den Mittelpunkt.
Die Nistkästen und Einflugöffnungen des KornKottens wurden daraufhin auf die Bedürfnisse dieser möglichen Bewohner ausgerichtet.
Aus der Beobachtung am ersten Haus entstand damit ein wichtiger Entwicklungsschritt: Nicht allein die Anzahl der Nistplätze ist entscheidend. Ihre Anordnung muss auch zum natürlichen Verhalten der vorgesehenen Bewohner passen.
Eine neue Lösung für heiße Tage
Das Dach des ersten Hauses war einschalig aufgebaut. Lange Zeit bestand für mich kein Anlass, diese Konstruktion grundsätzlich zu verändern.
Im Frühsommer 2026 erreichten die Temperaturen bei uns jedoch bereits rund 40 Grad Celsius im Schatten. Die Brut in unserem Vogelhaus überstand diese Hitze zwar, dennoch ließ mich eine Frage nicht mehr los:
Wie lässt sich der Nistbereich vorsorglich besser vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung schützen?
Die Lösung kam mir beim Schwimmen.
Dabei entstand die Idee für ein zweites, hinterlüftetes Dach. Die obere Dachfläche soll einen großen Teil der direkten Sonneneinstrahlung abfangen. Zwischen den beiden Dächern kann Luft zirkulieren und erwärmte Luft entweichen, bevor sich die Hitze unmittelbar auf den darunterliegenden Nistbereich überträgt.
Aus den Beobachtungen und Erfahrungen im eigenen Garten entstanden so Schritt für Schritt die konstruktiven Grundlagen des heutigen KornKottens.
Diese Verbindung aus eigener Erfahrung, genauer Beobachtung und handwerklicher Lösungsfindung bildet heute die Grundlage für ArtenSchwarm.

